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Beitrag
#1
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Satansbraten ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members Beiträge: 531 Userin seit: 05.07.2010 Userinnen-Nr.: 7.520 ![]() |
Guten Morgen.
Ich bin gerade über einen Artikel auf den Onlineseiten der ARD gestoßen, oder vielmehr eine kurze Umfrage. Natürlich nicht repräsentativ, aber Frau gibt ja ganz gerne ihre Meinung ab. Im Grunde hatten wir das Thema schon einmal und auch da habe ich drüber geschrieben (pränatale Diagnostik etc). Jetzt soll also ein Bluttest bei noch Ungeborenen zeigen, ob das Kind Trisomie 21 hat. Und dann, so steht es auf der Seite, "solten Frauen entscheiden, ob sie sich die Betreuung zutrauen." Was haltet ihr davon? Natürlich traue ich mir die Betreuung meines eigenen Kindes zu, egal ob es das DownSyndrom hat, oder grün wie ein Marsmensch ist, oder oder oder.... Oder findet ihr das gerechtfertigt? Ist das nicht radikale Selektion und Diskriminierung? |
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Beitrag
#2
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Satansbraten ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members Beiträge: 531 Userin seit: 05.07.2010 Userinnen-Nr.: 7.520 ![]() |
Hm, ja das stimmt schon auch. Wie gesagt, ich kann mich nicht in eine frau versetzen, die diese Situation erlebt, dazu habe ich noch ein wenig Zeit. Aber dass die Beziehung zu seinem Kind nochmal anders ist, wenn es erstmal auf der Welt ist, kann ich verstehen.
Aber ist es dann nicht so, von wegen Sorge um besondere Verantwortung, dass man darüber eh nachdenken sollte, wenn man ein Kind mag? Also ich meine, wenn Frau sich für ein Kind entscheidet, das geht ja eh nicht von heute auf morgen, da denkt man schon ein wenig drüber nach. Würde ich zumindest, zumal das bei uns ja praktischerweise nicht einfach so passieren kann (IMG:style_emoticons/default/icon4.gif) Also NAchdenken über das Wie und Was und Ob, das ist doch sowieso da vor einer Schwangerschaft. Hmmm, und dann kommt man ja zu dem Punkt: entweder ja oder nein. Und ich habe da anscheinend die Einstellung: Wenn Ja, dann doch aber auch mit allem was dazu gehört und dazu gehören könnte. Und nicht zuerst Ja und dann Hm, nee, das wär mir doch zu anstrengend, ich lasse abtreiben. Puh. Anstrengend (IMG:style_emoticons/default/gruebel.gif) Und Inklusion ist auch so ein thema. Ich habe mich da neulich erst mit meinem Paps drüber unterhalten und wir haben eine Schule in unserem Ort, wo das gemacht oder vielmehr versucht wird. ....und sowas von nicht funktioniert. Die Leher dort sind der Meinung "Hä, wir haben auch Kinder mit Beeinträchtigung, das ist aber Aufgabe der Sonderpädagogen und nicht unsere." ALso teilweise sind die Einstellungen und Meinungen, die man so in der Gesellschaft findet echt krass. |
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Beitrag
#3
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Strösenschusselhai ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Admin Beiträge: 21.898 Userin seit: 10.11.2004 Userinnen-Nr.: 741 ![]() |
Hm, ja das stimmt schon auch. Wie gesagt, ich kann mich nicht in eine frau versetzen, die diese Situation erlebt, dazu habe ich noch ein wenig Zeit. Aber dass die Beziehung zu seinem Kind nochmal anders ist, wenn es erstmal auf der Welt ist, kann ich verstehen. Aber ist es dann nicht so, von wegen Sorge um besondere Verantwortung, dass man darüber eh nachdenken sollte, wenn man ein Kind mag? Also ich meine, wenn Frau sich für ein Kind entscheidet, das geht ja eh nicht von heute auf morgen, da denkt man schon ein wenig drüber nach. Würde ich zumindest, zumal das bei uns ja praktischerweise nicht einfach so passieren kann (IMG:style_emoticons/default/icon4.gif) Also NAchdenken über das Wie und Was und Ob, das ist doch sowieso da vor einer Schwangerschaft. Hmmm, und dann kommt man ja zu dem Punkt: entweder ja oder nein. Und ich habe da anscheinend die Einstellung: Wenn Ja, dann doch aber auch mit allem was dazu gehört und dazu gehören könnte. Und nicht zuerst Ja und dann Hm, nee, das wär mir doch zu anstrengend, ich lasse abtreiben. Schau, meine Kinder sind jetzt 20 und 22, haben ihre Schulzeiten demnächst (problemlos) hinter sich gebracht und die Ältere zieht in ein paar Tagen aus. Sie lebt dann ihr eigenes Leben, ich als Mutter trete in den Hintergrund und wenn die Jüngere in ein paar Jahren auch soweit ist, dann wird auch sie in die Welt hinausziehen. Sie werden eigene Entscheidungen treffen, ich werde allenfalls als Ratgeberin noch gefragt sein und vielleicht in ein paar Jahren auch als Omi. (IMG:style_emoticons/default/wink.gif) Ungefähr so habe ich mir das auch gedacht gehabt, als ich damals darüber nachdachte, Mutter werden zu wollen. Und auch wenn es mir grad gar nicht sooo leicht fällt, mein erstes Küken ziehen zu lassen, so gut und richtig ist es aber auch so. Und so froh kann ich auch sein, noch ein paar Jahre (wie ich hoffe) neue Wege gehen zu können, weil es eben für mich auch "ein Leben nach den Kindern" gibt. Hätte ich aber ein Kind mit Trisomie21 bekommen, dann würde ich weiterhin voll verantwortlich sein für dieses Kind. Es wäre wahrscheinlich nicht mündig geworden mit 18, es könnte wohl nicht einfach so entscheiden, dass es in Stadt X sich um diesen oder jenen Job bewirbt, dies oder jenes noch nebenbei machen mag und mit Mann Y auf eine Familie hinarbeitet. Ich wäre weiterhin sehr gefragt, ich müsste viel regeln, vielleicht brauchte dieses Kind betreutes Wohnumfeld, wenn es von zuhause ausziuehen will und wahrscheinlich wäre es schwierig, einen Platz zu bekommen. Es könnte auch sein, dass es (wie nicht wenige Down-Syndrom-Menschen) auch herzkrank ist, dass es deshalb gar keiner Arbeit nachgehen kann und auch nicht daran zu denken wäre, es für einen der raren Plätze in einer beschützenden Dorfgemeinschaft unterzubringen usw. Es gäbe für mich vielleicht niemals "ein Leben nach dem Kind". Und deshalb ist die grundsätzliche Überlegung, ob das eigene Leben reif ist für die Entscheidung, Mutter zu werden, eine ganz Andere als die, zu wissen, dass das eigene Kind eben zum Beispiel wohl nicht in der Weise erwachsen werden wird wie andere jung Menschen und sich fragen zu müssen, ob man damit wohl wird leben können. Verstehst Du, was ich meine? Ich bin immer ganz vorsichtig damit, anderen Menschen Vorwürfe dafür machen zu wollen, dass sie sich anders als ich entscheiden. Was für mich leicht zu managen wäre, mag Anderen ein Riesenproblem sein und umgekehrt fallen mir vielleicht Dinge schwer, die Andere mit Leichtigkeit bewältigen. Und absolut niemand kann ALLES bedenken. ZITAT Und Inklusion ist auch so ein thema. Ich habe mich da neulich erst mit meinem Paps drüber unterhalten und wir haben eine Schule in unserem Ort, wo das gemacht oder vielmehr versucht wird. ....und sowas von nicht funktioniert. Die Leher dort sind der Meinung "Hä, wir haben auch Kinder mit Beeinträchtigung, das ist aber Aufgabe der Sonderpädagogen und nicht unsere." ALso teilweise sind die Einstellungen und Meinungen, die man so in der Gesellschaft findet echt krass. Da kannst mal sehen... Selbst die, die sich Inklusion auf die Fahne schreiben (oft auch nur, weil's ach so toll klingt), scheitern an Haltungen, Meinungen, Verweigerung und Unverständnis derer, die sie umsetzen sollen. Und genau deshalb versteh ich die Frauen so gut, die nicht ihr Leben lang nur kämpfen wollen. |
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Vereinfachte Darstellung | Aktuelles Datum: 03.04.2025 - 07:56 |